Der Anzug im Ueberblick
Der Anzug
Der Anzug ist als das Kleidungsstück Nummer 1 aus dem Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken, für Männer, aber natürlich auch für Frauen. In einem Artikel der Modezeitschrift Brigitte benennt Joop!-Creative Designer Dirk Schönberger den Anzug als sein Lieblingskleidungsstück, da der Anzug den Körper „idealisieren“ würde. Eine stimmige Aussage! Jeder Mann kann Anzug tragen - und sieht bei der richtigen Wahl klasse darin aus.
Woraus besteht der Anzug?
Bestehen tut der Anzug aus einem Jackett (auch Sakko), einer Hose und ggf. einer Weste, wobei alle Teile aus dem gleichen Stoff, Muster und natürlich auch aus der gleichen Farbe sind. Der Anzug bildet somit optisch eine Einheit, wirkt sehr geschlossen und daher formell und klassisch. Das Jackett kann ein- oder zweireihig sein, mit keinem oder einem Rückenschlitz oder zwei Seitenschlitzen. Bei den Einreihern sind zwei oder drei Knöpfe normal (weniger oder mehr sind eher ungewöhnlich). Der unterste Knopf des Jacketts bleibt übrigens immer offen.
Der Anzug - geschichtlich gesehen
Den Anzug, wie wir ihn heute kennen, gibt es seit ca. 150 Jahren. Davor wurden Jacken und Hosen aus unterschiedlichen Materialien miteinander kombiniert. Der Ursprung liegt in England, welches auch heute noch als Land der besten Schneidereien gilt. Als einer der Wegbereiter gilt der Prinz of Wales, welchem wir u.a. die Bügelfalte zu verdanken haben.
Wie trägt man einen Anzug formvollendet?
Extrem wichtig: der Anzug sollte genau passen, also weder zu groß, noch zu klein sein. Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn nicht jeder Mensch passt nun mal in die Standard-Konfektionsgrößen ideal hinein. Doch es muss trotzdem nicht gleich der Maßanzug sein. Durch eine gute Schneiderei können meist ohne Probleme geändert werden: Ärmel- und Hosenlänge, Bund- und Schnittweite der Hose und Weite des Jacketts. Viel mehr geht allerdings leider nicht, würde man z.B. die Länge des Jacketts verändern, stimmt die ganze Proportion nicht mehr. Das bedeutet, einfach mal eine andere Marke ausprobieren, denn jede Marke fällt unterschiedlich aus.
Woran merke ich, dass der Anzug gut sitzt? Das Jackett sollte keine Falten im Rückenbereich aufweisen, außer die Bewegungsfalten hinter den Armen. Es sollte im geschlossenen Zustand noch etwas Platz im Bauchbereich aufweisen (im Stehen und im Sitzen). Die Länge der Jacke ist auch sehr wichtig, optimalerweise geht das Jackett gerade knapp über das Hinterteil. Der Kragen liegt flach am Nacken an und zeigt noch mindestens einen Zentimeter des Hemdkragens. Die optimale Ärmellänge endet beim Handknöchel, damit die Manschette noch ca. 1,5 cm herausschauen kann. Die Hose sollte mit einem kleinen Knick vorne auf den Schuhen landen, hinten kann man sich ungefähr am Beginn des Absatzes orientieren, streng genommen sogar noch etwas kürzer (vor allem die schmalen Hosen der neuen, schlank geschnittenen Anzügen).
Der Anzug - die Farben
Im Geschäftsleben sind die typischen Farben Anthrazit, Dunkelgrau und Dunkelblau. Schwarz wird nur zu besonderen Gelegenheiten getragen. Ein sehr dunkles Schwarzbraun hat sich mittlerweile auch ganz gut durchgesetzt, sollte aber nicht bei sehr formellen Anlässen getragen werden. Hellere Töne wie Grau oder Beige sind Farben für den Sommer - auch für diese gilt: eher nur zu „lockeren“ Terminen tragen.
Typische Anzuganlässe sind u.a.
Geschäftstermin
Hochzeit (als Gast)
Premierenfeier
Empfang
Gala
Beerdigung
Banktermin (Kreditgespräch)
Vorstellungsgespräch (kommt auf die Stelle an)
Bekannte Anzugsmarken sind Boss, Strellson, Ermenegildo Zegna, Toni Gard, Rene Lezard, Tommy Hilfiger, Joop, Armani uvm.
Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat, kann sich einen Anzug natürlich auch bei einem kompetenten Herrenschneider maßschneidern lassen. Die etwas günstigere Variante ist die Maßkonfektion, hier wird auch individuell Maß genommen, es gibt allerdings vorgegebene Modelle, unter welchen man seinen Anzug auswählt (z.B. Dolzer, Maile etc.).
Autor: Ute






1 Kommentar
[...] immer positiv auf die Figur auswirken. Das beste Beispiel ist natürlich der Anzug, der durch die Gleichheit von Ober- und Unterteil die Silhouette streckt. Sind auch noch dezente [...]
Kommentar abgeben